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Praxis für Gelenkchirurgie
Kreuzband-OP???
© Dr. Gerold Mohr 2012
Entscheidungshilfen für / gegen  Kreuzband-OP Obwohl seit längerer Zeit intensive Forschungen auf dem Gebiet der Bandstrukturen des Kniegelenkes, insbes. des vord. Kreuzband durchgeführt werden, sind derzeit noch viele Fragen offen. Mit der Diagnose einer vord. Kreuzbandruptur beginnt ein für den Patienten wichtiger Entscheidungsprozess, der die individuellen Bedürfnisse des Patienten möglichst ideal und vor allem langfristig erfüllen soll. Zur Fällung einer Entscheidung pro oder kontra Operation müssen verschiedene Faktoren herangezogen werden. Charakteristik der Verletzung: (frische oder ältere Verletzung, Vorschäden am verletzten Gelenk mit beginnender Arthrose oder begleitenden, älteren Meniskusschäden). Ausmaß der Verletzung, isolierte vord. Kreuzbandruptur, oder zusätzliche Begleitverletzungen mit Meniskusriss oder Knorpelschäden Ausmaß der sportlichen Aktivität (aktiver Sportler im Verein, Freizeitsportler, Gelegenheitssportler). Erwartungen des Patienten: (unbedingt volle sportliche Belastungsfähigkeit, volle Belastungsfähigkeit in Beruf und Alltag, sportliche Aktivität nicht entscheidend). Bei zusätzlicher Verletzung eines anderen Kniebandes als das vord. Kreuzband, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine rein konservative Behandlung nicht zu einer ausreichenden Stabilisierung führt. Vorschäden: Insbesondere bei älteren Knieinstabilitäten mit schon röntgenologisch sichtbaren Verschleißerscheinungen sollte man bei Vorliegen von stärkeren Schmerzen und weniger starker Instabilität darauf hinweisen, dass ein vord. Kreuzbandersatz die Schmerzsymptomatik nicht verbessert, in seltenen Fällen sogar verstärken kann. Je ausgeprägter die Veränderungen sind, umso wichtiger ist es, den Patienten darauf hinzuweisen, dass keine unrealistischen Erwartungen an das Operationsergebnis in Hinsicht auf Schmerzfreiheit zu stellen sind. Evtl. sind hier andere Operationen mit Geradestellung des Beines bei O-Bein sinnvoller. Alter: Während man bis vor einigen Jahren Menschen über 40 Jahren nicht mehr an den Kreuzbändern operierte, ist heute bei den Entscheidung das Alter weniger ausschlaggebend. Dies hängt damit zusammen, dass auch Menschen über 60 hohe, sportliche Aktivität und Ziele haben, die durch eine Instabilität deutlich beeinträchtigt werden können. Sportliche Aktivität: Die sportlichen u. berufsbedingten Belastungen stellen eine der wichtigsten Faktoren dar, um über eine Therapie zu entscheiden. Bei Patienten, die eine Sportart betreiben, welche durch eine hohe Anzahl von Drehbewegungen, plötzlichen Stopps, plötzlichen Sprüngen und Richtungsänderungen (Tennis, Fußball, Basketball, Squash, Handball) durchführen, haben ein hohes Risiko Instabilitäten mit Wegknickungen zu entwickeln. Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Jogging, Langlauf sind weniger dazu geeignet, Wegknickungen zu provozieren. Zusammenfassung: Die Entscheidung, ob operative oder konservative Behandlung einer vord. Kreuzbandverletzung ist nicht immer einfach und mit den Patienten im Einzelfall abzuklären. Subjektive Faktoren wie Aktivität des Patienten, Alter, Ansprüche an die postoperative Belastungsfähigkeit sind entscheidend für die das therapeutische Vorgehen. Bei frischen Kreuzbandverletzungen mit Meniskusläsionen ist eine Refixation des Meniskus und gleichzeitiger Stabilisation des Kreuzbandes sinnvoll. Ziel der Kreuzband- Op ist es, auch in späteren Jahren eine Arthrose zu vermieden. Dazu ist der Erhalt der Menisci als Stoßpuffer und Stabilisator sehr wichtig.  
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