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Praxis für Gelenkchirurgie
Meniskus-OP
© Dr. Gerold Mohr 2012
Ablauf der Operation: Bei der arthroskopischen Meniskus-Teilentfernung wird der defekte Teil mit einer Knips- zange entfernt und der Rand mit einer kleinen Fräse geglättet. Der im Gelenk nach der Operation verbleibende Meniskus ist dann glatt und stabil und kann seine Aufgabe als Puffer und Stabilisator weiter wahrnehmen. Eine häufig nach einer Meniskus-Operation gestellte Frage ist, ob jetzt nicht ein Stück am Meniskus fehle: Sicherlich fehlt durch den operativen Eingriff ein Teil des Meniskus, da dieser Meniskus jedoch schon durch Abnutzung oder Rissbildung geschädigt war, konnte er seine Funktion als Puffer und Stabilisator nicht mehr wahrnehmen. Vielmehr besteht sogar bei länger bestehenden instabilen Meniskusrissen die Gefahr, dass durch die raue Ober- fläche oder instabile Meniskusteile Schleifspuren und Auffaserungen am Knorpel entstehen, welche dann nicht mehr reparabel sind. Damit stellt die Entfernung eines kleinen schad- haften Meniskustückes des kleinere Übel dar. Nachbehandlung: Falls nur ein kleines Stück des Meniskus entfernt wird und ansonsten im Gelenk keine anderen Arbeiten "ausgeführt" werden, ist in den nächsten Tagen schon wieder eine volle Belastung des Kniegelenkes möglich. Die Gehstützen sollten nur zur Schmerzlinderung in den ersten Tagen nach der Operation benutzt werden. Bei stärkeren Gelenkschwellungen kommen evtl. entzündungshemmende Medikamente, sowie phys. Maßnahmen in Form von Elektrotherapie in Frage. Wichtig ist das Muskelaufbautraining, um die durch die Schonung abgeschwächte Oberschenkelmuskulatur aufzutrainieren und damit wieder eine volle Belastungsfähigkeit des Kniegelenkes herzustellen. Kann der Meniskus durch eine Naht oder durch resorbierbare Implantate wieder an der Abriss-Stelle refixiert werden, ist eine Entlastung mit Gehstützen bis zu 6 Wochen erforderlich. Richtlinien zur Wundbehandlung: Die Hautfäden werden am 8.Tag nach der Operation gezogen. Zwischenzeitlich können Sie duschen und baden, wenn Sie vermeiden, dass die Wunden nass werden. Duschpflaster kann für wenige Euro in Apotheke oder Drogerie gekauft werden. Risiken: Bei der Arthroskopie handelt es sich um ein risikoarmes, jedoch nicht risikoloses Operationsverfahren: 1.Thrombose: Das statistisch größte Risiko einer Operation stellt die Thrombose dar (Verschluss einer Vene durch ein Blutgerinnsel). Zur Vorsorge werden verschiedene Maßnahmen durch- geführt: Für einige Tage werden Spritzen mit Heparin zur Blutverdünnung verabreicht. Zusätzlich sollte ein Kompressions-Strumpf getragen. Die wichtigste Prophylaxe ist jedoch die schnellste mögliche Wiederaufnahme der vollen Belastung. Auch unter allen Vorsichtsmaßnahmen kann es zu einer Thrombose kommen. Schwellung oder Schmerzen im Unterschenkel oder in der Waden können das erste Symptom sein. Es sollte dann zur weiteren Abklärung unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. 2. Infektion Wie bei jeder Spritze kann es bei einem operativen Eingriff zu einer Infektion, das heißt Gelenkentzündung kommen. Der große Vorteil einer arthroskopischen Operation besteht darin, dass das Gelenk nicht durch einen größeren Schnitt eröffnet werden muss und mit einer speziellen Flüssigkeit das Gelenk ausgiebig gespült wird. Dadurch ist das Risiko erheblich vermindert im Vergleich zu Operationen mit größeren Schnitten. 3. Nachblutung und Nervenschäden: Da bei dem Einführen des arthroskopischen Instrumentariums ein kleiner Hautschnitt angelegt wird, kann es theoretisch zu einer Durchtrennung von Hautnerven mit Taub- heitsgefühl um die Wunde kommen. Dies bildet sich aber meist nach einiger Zeit wieder zurück. Bei Eingriffen an der Schleimhaut oder an der Gelenkkapsel kann es zu etwas stärkeren Einblutungen kommen. Erfolgsaussichten: Falls im Gelenk selbst außer dem Meniskusschaden keine Veränderungen vorliegen, insbesondere kein Verschleiß am Knorpel (Arthrose), kann von einer vollständigen Beschwerdefreiheit ausgegangen werden. Da Meniskusschäden auch im Rahmen einer Kniearthrose vorkommen, können nach der operativen Meniskusteilentfernung über längere Zeit noch belastungsabhängige Beschwerden bzw. Schwellneigungen und Gelenkergüsse bestehen, welche dann jedoch nicht mehr auf den operierten Meniskusschaden, sondern auf die davon unabhängig bestehende Arthrose zurückzuführen sind und durch entsprechende Arthrosetherapie auch behandlungs- und besserungsfähig  sind.
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