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Praxis für Gelenkchirurgie © Dr. Gerold Mohr 2012
Engpass der Schulter
Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk unseres Körpers. Dies ist dadurch möglich, dass nur eine geringe knöcherne Führung des Gelenkes besteht und eine große Anzahl von Band- und Kapselstrukturen das Gelenk stabilisieren. Im täglichen Leben und vor allem beim Sport wird oft die volle Beweglichkeit der Schulter ausgenutzt, dadurch kann es jedoch zu Abnutzungen der Kapsel und Bänder kommen, zumal die in der sog. Drehmanschette (Rotatorenmanschette) vereinten Sehnenansätze der Schultermuskulatur schlecht durch-blutet sind und hier oft Risse oder auch Kalkablagerungen entstehen. Als Impingement-Syndrom wird ein Schmerzsyndrom des Schultergelenkes bezeichnet, welches durch eine Raumenge zwischen dem Oberarmkopf und dem Schulterdach verur- sacht wird (Subacromialraum). Die Ursache für diese Schmerzen ist vielfältig. Es treten Schmerzen beim Bewegen des Armes oder in Ruhe vorwiegend nachts auf. Unter dem Schulterdach finden sich die Sehnen der Rotatorenmanschette und ein Schleimbeutel (Bursa subacromialis). Dieses Engpass-Syndrom (Impingement) kann durch eine Ver- dickung dieser Strukturen bei Entzündungen, Verschleiß  oder Überlastung ausgelöst werden. Anatomisch vorgegebene Varianten wie ein hakenförmiges Schulterdach können das Entstehen eines Impingement-Syndromes begünstigen. Auch können sich im Laufe des Lebens knöcherne Sporne am Schulterdach entwickeln, die in den Spalt einragen und so zu Schmerzen abder auch Sehnenrissen führen können bei einer Arthrose des Schultereck-gelenkes kann es durch zackenartige Auswüchse des Schlüsselbeines, welche in den Subacromialraum hineinragen, ebenfalls zu einem Engpass-Syndrom kommen. In der Regel kommt das Impingement-Syndrom unter konservativer Therapie (Krankengym-nastik, evtl. Cortisoninjektion, entzündungshemmenden Medikamente) oder spontan innerhalb einiger Wochen bis Monate zur Ausheilung. Nur bei länger bestehenden und immer wiederkehrenden  Beschwerden ist eine Operation indiziert. Was kann operativ gemacht werden ??? Ziel einer Operation ist es, den Engpass unter dem Schulterdach zu beseitigen, damit bei den Bewegungen des Schultergelenkes nicht mehr zum Scheuern der Drehmanschette am Schulterdach kommt.  Die Operation erfolgt durch zwei bis drei kleine ca. 4-5mm große Schnitten endoskopisch, also  ohne Eröffnung des Schultergelenkes. Dadurch sind postoperativ keine größeren Schmerzen zu erwarten, es kann eine frühfunktionelle Nachbehandlung mit Kranken- gymnastik zur Wiederherstellung der freien Funktion durchgeführt werden. Wie wird die Operation durchgeführt?  Zunächst erfolgt eine Spiegelung des Schultergelenkes selbst, um hier Schäden an Knorpel,  Kapsel und Schleimhaut soweit erforderlich zu therapieren. Dann wird die Operationssonde in den Schleimbeutel zwischen Drehmanschette und Schulterdach eingeführt,  der verdickte oder entzündete Schleimbeutel unter dem Schulterdach entfernt, knöcherne Haken oder Sporne am vorderen Schulterdachrand (Acromion) abgetragen. Zusätzlich wird die Unterseite des Schulterdaches abgefräst, (Acromioplastik) zur Spalterweiterung zwischen Schultergelenk und Schulterdach. (SAD) Nachbehandlung: Keine Ruhigstellung. Am Tag nach der Operation Beginn mit Krankengymnastik zur Wiederherstellung der freien Funktion und Dehnung der verkürzten Muskulatur. Risiken der Operation:  Die allgemeinen Operationsrisiken sind bei dem endoskopischen Eingriff sehr gering. Wie bei allen Eingriffen kann es zu einer Infektion oder Vereiterung des OP-Gebietes kommen, was eine erneute Operation erforderlich macht. Größere Blutungen oder Nervenschäden sind weitestgehend auszuschließen. Bei nicht konsequent durchgeführter Nachbehandlung mit Krankengymnastik kann es zu einer Bewegungseinschränkung oder Teilsteife des Gelenkes kommen. Daher ist eine frühfunktionelle Nachbehandlung sehr wichtig.
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Engpass-Syndrom der Schulter